15 min

Stresstoleranz-Fenster

Verstehen Sie die Kapazität Ihres Nervensystems, mit Stress umzugehen, und lernen Sie, innerhalb Ihres optimalen Erregungsbereichs zu bleiben.

Trauma & Trigger
Anfänger
15 min

Das Stresstoleranz-Fenster ist ein von Dr. Dan Siegel entwickeltes Konzept, um den optimalen Bereich der „Erregung“ zu beschreiben, in dem wir effektiv funktionieren und uns wohlfühlen können. Wenn wir uns innerhalb dieses Fensters befinden, können wir Emotionen verarbeiten, lernen und uns auf andere beziehen, ohne überwältigt zu werden.

Außerhalb dieses Fensters treten wir in Überlebensmodi ein. Hyper-Arousal ist die „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion – man fühlt sich überwältigt, ängstlich oder wütend. Hypo-Arousal ist die „Einfrier“-Reaktion – man fühlt sich taub, distanziert oder erschöpft. Dieses Arbeitsblatt hilft Ihnen, Ihre individuellen Anzeichen für jede Zone zu kartieren.

Indem Sie Ihre persönlichen Trigger und Symptome identifizieren, können Sie Dysregulation frühzeitig erkennen. Unser Arbeitsblatt zum Stresstoleranz-Fenster bietet Platz, um die spezifischen Werkzeuge aufzulisten, die Ihnen helfen, in Ihre Mitte zurückzukehren – egal, ob Sie sich von Angst herunterregulieren oder aus der Taubheit hochregulieren müssen.

Stresstoleranz-Fenster

Stresstoleranz-Fenster

Verstehen Sie die Kapazität Ihres Nervensystems, mit Stress umzugehen, und lernen Sie, innerhalb Ihres optimalen Erregungsbereichs zu bleiben.

Anwendung

  • Wenn Sie sich überwältigt oder „hibbelig“ fühlen
  • Wenn Sie sich taub, abgeschaltet oder leer fühlen
  • Nach einem stressigen oder triggernden Ereignis
  • Um Muster der Emotionsregulation über die Zeit zu verfolgen

Anleitung

  1. 1
    Anzeichen der Übererregung identifizieren: Listen Sie körperliche und mentale Anzeichen Ihrer Hyper-Arousal-Zone auf.
  2. 2
    Ihre Mitte definieren: Notieren Sie, wie es sich anfühlt, im optimalen Bereich (dem Fenster) zu sein.
  3. 3
    Anzeichen der Untererregung identifizieren: Listen Sie die Anzeichen Ihrer Hypo-Arousal-Zone (Einfrieren/Taubheit) auf.
  4. 4
    Ihre Werkzeuge auflisten: Dokumentieren Sie die spezifischen Techniken, die Ihnen helfen, in Ihre Mitte zurückzukehren.
  5. 5
    Tägliche Check-ins: Üben Sie über den Tag verteilt zu identifizieren, in welcher Zone Sie sich befinden.
  6. 6
    Frühzeitige Intervention: Wenden Sie Ihre Werkzeuge an, sobald Sie bemerken, dass Sie aus dem Fenster driften.

Forschung & Referenzen

  • Siegel, D. J. (1999). The Developing Mind. Guilford Press.
  • Ogden, P., Minton, K., & Pain, C. (2006). Trauma and the Body: A Sensorimotor Approach to Psychotherapy. W. W. Norton & Company.